18 Dec 2009

Doppelseite in der Kölner Stadtanzeiger

9 Dec 2009

Ibrahim Evsan über den “Fixierungscode” und das digitale Leben

5 Dec 2009

Danke t3n-Magazin (Ausgabe Dez. 2009) - Mein Posterous Account wurde zum ersten Mal erwähnt.

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3 Dec 2009

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19 Oct 2009

99 konsumieren, einer produziert {via wirtschaftsblatt.at}

Über eine Million Österreicher sind auf FaceBook registriert. Und sie wollen konsumieren. Ibrahim Evsan warnt: „Die große Masse nicht selbst Inhalte produzieren, die wollen konsumieren.“

Rund 200 Besucher tummelten sich vergangenen Samstag am Digiday 09 im Museumsquartier. Die Liebe zur modernen Informationsgesellschaft sieht man ihnen an: In der Pause zwischen den Vorträgen werden Laptop und Smartphone gezückt, um schnell Emails zu lesen oder zu twittern – alles, was mit dem Zusatz „#ddv09“ über Twitter veröffentlicht wird, erscheint auf Video-Leinwänden. Nach den Vorträgen werden nicht nur regulär Fragen gestellt; der Moderator weiht den Redner auch ein, was die Community live im Netz von seinem Vortrag hielt. Die Welt ist digital.


Ziel der Veranstaltung ist, die meist jüngere Generation aus Bloggern und Twitterern – die Digital Natives – mit der älteren Generation zu vereinen. Entsprechend werden die Vorträge inhaltlich auf der Oberfläche gehalten. Denn hier finden sich auch Kleinstbetriebe, die den ersten Schritt ins Web erst wagen wollen.


Mitten drin: Ibrahim Evsan, Gründer der Agentur Sevenload und Vortragender der Eröffnungsrede. Bei aller Euphorie bemängelt er, dass der jüngeren Generation der Blick für das große Ganze fehlt – denn dieses Bild ist nicht unbedingt positiv. Die Sucht nach Online-Spielen wie „World of Warcraft“ ist mittlerweile ein ernstzunehmendes gesellschaftliches Phänomen; und das Klicken durch FaceBook-Seiten verdrängt vermehrt das Zappen durch TV-Kanäle. „Da kommen soziale Probleme auf uns zu“, sagt Evsan.

Massenmedium Web
Dass das Web 2.0 inzwischen ein Massenmedium geworden ist, dürfte auch niemand mehr bezweifeln. Laut Martin-Hannes Giesswein, Head of Retail bei Nokia, sind bereits eine Million Österreicher auf FaceBook registriert; 17 Prozent der verkauften Handys sind internetfähig. Diese Masse ist anders als jene Early Adopter, die zu Beginn das Web 2.0 bevölkerten: Sie wollen nicht mehr selbst produzieren, sondern Inhalte nur noch passiv konsumieren. Evsan nennt das die 99:1-Regel: 99 Menschen konsumieren, einer produziert – und dieser Produzent sollte das verkaufende Unternehmen sein.

Und hier ist die Goldgräber-Stimmung vorbei: „Es reicht nicht, eine einzelne Fan-Seite auf FaceBook zu stellen“, sagt Evsan. Punkten kann nur, wer seine Web 2.0-Strategie auf allen Plattformen durchsetzt; Agenturen müssen sich für jede Kampagne etwas Neues überleben. Evsan: „Einzigartigkeit ist nunmal nicht wiederholbar.“

19 Oct 2009

Online-Unwissen "wie Analphabetismus" « DiePresse.com « Digiday09

19.10.2009 | 11:19 |  Daniel Breuss (DiePresse.com)

Experten diskutierten in Wien über die Zukunft des Web 2.0, die Gefahr einer neuen Zweiklassengesellschaft und warum Europa die Entwicklung komplett verschlafen hat. Gleichzeitig wurden neue Innovationen präsentiert.

Twitter in Europa unmöglich

Eröffnungsredner Ibrahim Evsan, Gründer des Videoportals sevenload, zeichnete ein düsteres Bild der Online-Entwicklung für Europa ab. Einige wenige "digitale Supermächte" wie Google, Microsoft oder Facebook würden den Markt von den USA aus beherrschen, während Europa "komplett verschlafen" hat. Den Grund sieht er in einer feigen Investitionspolitik, sowohl bei privaten als auch staatlichen Kapitalgebern. In Deutschland würde niemand 100 Millionen in einen Dienst investieren, wo Menschen nur mitteilen, was sie gerade denken, skizziert Evsan. Seiner Meinung nach hätte Twitter in Europa nie entstehen können.

Entwickler in die Chefetage

Gleichermaßen sind für ihn Softwareentwickler unterrepräsentiert. "Die sollten nicht im Keller, sondern in der Chefetage sitzen," ereifert sich der Sevenload-Gründer. Ohne den Code, den diese neuen Kreativen entwerfen, wäre das ganze Web 2.0 nicht möglich. Diesem Umstand sollte besonders in Europa mehr Rechnung getragen werden. Problematisch ist aber, dass sowohl in den Managementebenen als auch in der Politik "voll die Offliner" sitzen. Besonders letztere hätten oft keine Ahnung von der Materie, was sich grade am Beispiel des Internetsperren-Gesetzes offenbaren würde. "Natürlich muss der Schund raus," sagt Evsan in Bezug auf die Kinderpornos, gegen die die Sperren gerichtet sind. Die Methode sei aber falsch und komplett an der Realität vorbei.

Aufklärung gegen Fortschritt

Sicherheit und Verständnis der neuen Technologien wird in Zukunft noch wichtiger. Zumindest darin sind sich alle Vortragenden auf dem Digiday09 einig gewesen. Obwohl die online-Affinität auch in Österreich immer stärker zunimmt, wird auch weiterhin ein großer Bedarf an Aufklärung bestehen. Auch daran hat Eröffnungsredner Evsan etwas auszusetzen: "In Europa sind wir erst bei der Aufklärung. Die USA reden bereits über den Fortschritt."

...

Weiterlesen: http://diepresse.com/home/techscience/internet/516042

12 Oct 2009

Einmaligkeit vs. Wiederholungen von Nachrichten

Grundsätzlich ist das Web 2.0 ein Instrument der reproduzierbaren Informationen. Alles vom Menschen Erzeugte oder Gestaltete kann von anderen Menschen nachgemacht werden. Aber die technische Reproduzierbarkeit durch jeden Endnutzer via Computer ist etwas Neues. Und doch fehlt der Reproduktion etwas, auch wenn sie höchstvollendend ist. “Das Hier und Jetzt – das Dasein an dem Ort, wo man sich befindet – die Aura und das Wirkliche – die Echtheit” – {von Walter Benjamin}

Damit ist eben der Unterschied gemeint, den man zwischen der echten Mona Lisa und einer Reproduktion sofort sieht, egal wie gut die Reproduktion ist; Authentizität ist nicht zu reproduzieren, für sie scheint kein Platz im Binärcode zwischen den sich ständig wiederholenden “0″ und “1″ zu sein.

Das Einmalige, das Echte lässt sich nicht im Internet finden, es gibt nur Reproduziertes. Damit geht auch der Wert, die Wertschätzung für das Gefundene verloren, weil es nichts Einmaliges, Individuelles mehr hat. Den Wert einer Sache kann man immer nur für sich selbst bestimmen, nur in sich selbst definieren. Und da gilt meines Erachtens die Regel: Je mehr mich etwas innerlich berührt, weil es “nur für mich”, also individuell ist, desto wertvoller kann es für mich sein. Nur wenn mich etwas individuell anspricht, kann es meine eigene Entwicklung voranbringen. Es bringt mir heute dagegen nichts, überall dasselbe zu lesen, dasselbe zu nutzen und immer mit den gleichen Medien zu arbeiten, denn das hält mich im im Status Quo fest. Es hindert mich an jeder weiteren Entwicklung, weil ich aus Wiederholungen keinen Nutzen ziehen kann, sie haben keinen Wert.

Das Internet gibt einem das Gefühl des Zeitvertreibs. Jede Suche in Google hat ein Ergebnis, man findet – Vergangenes -.

Beispiel: Qualitätsjournalismus wird ersetzt durch die Kopien von DPA-Artikeln, weil man sich heute keinen Qualitätsjournalismus mehr leisten will. Doch genau fördert die Reproduzierbarkeit von Nachrichten und genau das ist der Fehler der Verlage.

Also fassen wir zusammen: “Die Einmaligkeit wird im Internet ersetzt durch Wiederholungen”. Internet wird damit zum Fernsehen: Wiederholungen, Wiederholungen, Wiederholungen. Schlimmer noch, wir lassen die Ergebnisse unserer Internetrecherchen, die Websites und Blogeinträge wie Werbespots im Fernsehen an uns vorbeilaufen und konzentrieren uns gar nicht mehr auf den Film, den wir uns eigentlich ansehen wollten. Wenn wir die so gewonnenen Informationen nutzen, stellen wir jede Weiterentwicklung ein, wir verharren dann im Mittelmaß.

Die Folge ist, dass uns neue Nachrichten gar nicht berühren, sie werden schnell zu Reproduktionen, die wir dann wieder unaufmerksam konsumieren, bis wir uns schließlich nur noch mit Wiederholungen identifizieren.

Es ist an der Zeit, einen neuen Umgang mit Informationen zu entwickeln. Auch Reproduktionen können Informationen enthalten, die wir zur Weiterentwicklung unserer eigenen Ideen verwenden können. Wir müssen diese Informationen nur gezielt suchen – nicht konsumieren – und – ganz wichtig – an bereits vorhandene eigene Ideen anknüpfen. Wenn sich unsere Ideen weiterentwickeln, dann entwickeln wir uns auch selbst weiter, authentisch, echt und eben nicht reproduzierbar.

{ via: http://www.ibrahimevsan.de/2009/10/12/einmaligkeit-vs-wiederholungen-von-nach... }

 

12 Oct 2009

Sevenload-Gründer Evsan plant ein Start-up - Handelsblatt.com

Online-Spiele

Sevenload-Gründer Evsan plant ein Start-up

von Hannes Vogel und Max Haerder

Sevenload-Gründer Ibrahim Evsan plant ein Start-up für Online-Spiele

KÖLN. Alles ist wieder so wie früher: Ibrahim Evsan sitzt in seiner Köln-Ehrenfelder Wohnung am Küchentisch, mit heißem Tee, einem guten Kumpel - und einer Menge Ideen. Der 34-jährige Internetpionier hat endlich wieder Zeit dafür. Evsan tritt bei seinem Videoportal Sevenload kürzer, er ist Anfang Oktober von der Geschäftsführung in den Beirat gewechselt. Nur seine Anteile behält er. Nach vier Jahren an der Spitze habe er das Gefühl gehabt: "Das Baby kann ich jetzt abgeben."

Er hat nun ein neues. Mit seinem langjährigen Partner Thomas Bachem will Evsan den Online-Spielemarkt aufmischen: "Social Gaming, das vernetzte Spielen übers Internet, wird das neue große Ding", sagt Evsan. Gespräche mit Investoren laufen schon, eine einstellige Millionensumme will er für das neue Projekt haben. United Prototype soll sein neues Baby heißen.

Das alte hat längst laufen gelernt: Noch bevor Youtube richtig einschlägt, entwickelt Evsan 2005 in einer neunmonatigen Programmierorgie die Videoplattform Sevenload. Mit viel Pizza, wenig Rasieren und vollem Risiko. "Es war", sagt Evsan heute, "die beste Zeit meines Lebens."

Auf dem Portal kann man Videos in einen Vermarktungskanal hochladen, für den die Plattform Werbung vermittelt. Inzwischen setze Sevenload siebenstellige Summen um, sagt Evsan. Etablierte Konzerne wie der Venture Fund der Telekom und Burdas DLD Ventures haben sich beteiligt. Das Unternehmen beschäftigt 75 Mitarbeiter in einer Kölner Loft-Etage. Jetzt, da es laufe, sagt Evsan, sei der richtige Zeitpunkt, noch einmal etwas Neues auszuprobieren.

Nach Meinung von Experten hat er gute Chancen, auch damit erfolgreich zu sein.

"Evsan ist schon früher unkonventionelle Wege gegangen", sagt Florian Koch, zuständig für Digitale Medien beim Branchenverband Bitkom. Wieder einmal beweise er ein gutes Gespür für Trends: "Online-Spiele sind ein Wachstumsmarkt. Deutschland sollte da seine führende Rolle ausbauen", sagt Koch.

Der Verkauf von Sevenload-Anteilen hat Evsan zu einem wohlhabenden Mann gemacht. Trotzdem behält er Bodenhaftung. "Der Ibo" will er genannt werden. Der verschrammte Laptop, mit dem er Sevenload programmierte, steht immer noch als Denkmal in Evsans rot illuminiertem Büro.

Der Sohn türkischer Einwanderer, in Warendorf aufgewachsen, hat sich alles ohne Studium, Vitamin B und gegen die Skepsis der Eltern erarbeitet. Nach einer kurzen Episode als Versicherungsvertreter und Verpacker wird er Werbekaufmann. In den 90er-Jahren beginnt dann das, was Evsan seine Internetsucht nennt.

Neugierig ist er geblieben, bis heute. Evsan hält Vorträge, bloggt, twittert und schreibt Bücher. Er kommt sanft daher, mit einem - für einen Mann seiner Statur - überraschend flüchtigen Händedruck. Doch wenn es um seine Botschaft geht - Nehmt das Internet ernst! - wird er schnell energisch. Das klingt dann so: "Das Internet ist nicht mehr nur Websites, sondern ein brutales Medien-Aggregationssystem. Wer das nicht versteht, wird in der medialen Zukunft nicht bestehen."

4 Oct 2009

Zitat Social Media

 

"Die große Kunst den Zeitgeist einzufangen und mit meinem Netzwerk zu teilen bedeutet für mich Social Media. "

4 Oct 2009

Zitat Online Reputation

 

"Online Reputation entsteht durch die Summe aller Informationen, die man im Internet von sich preisgibt."

Ibrahim Evsan's Posterous

Mein Name ist Ibo. Zur Zeit arbeite ich mit meinem Team an: www.fliplife.com - Hier poste ist meine Fundstücke aus dem Netz.

Weitere Informationen:
www.facebook.com/evsan
http://bit.ly/google_ibo

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