12 Oct 2009

Einmaligkeit vs. Wiederholungen von Nachrichten

Grundsätzlich ist das Web 2.0 ein Instrument der reproduzierbaren Informationen. Alles vom Menschen Erzeugte oder Gestaltete kann von anderen Menschen nachgemacht werden. Aber die technische Reproduzierbarkeit durch jeden Endnutzer via Computer ist etwas Neues. Und doch fehlt der Reproduktion etwas, auch wenn sie höchstvollendend ist. “Das Hier und Jetzt – das Dasein an dem Ort, wo man sich befindet – die Aura und das Wirkliche – die Echtheit” – {von Walter Benjamin}

Damit ist eben der Unterschied gemeint, den man zwischen der echten Mona Lisa und einer Reproduktion sofort sieht, egal wie gut die Reproduktion ist; Authentizität ist nicht zu reproduzieren, für sie scheint kein Platz im Binärcode zwischen den sich ständig wiederholenden “0″ und “1″ zu sein.

Das Einmalige, das Echte lässt sich nicht im Internet finden, es gibt nur Reproduziertes. Damit geht auch der Wert, die Wertschätzung für das Gefundene verloren, weil es nichts Einmaliges, Individuelles mehr hat. Den Wert einer Sache kann man immer nur für sich selbst bestimmen, nur in sich selbst definieren. Und da gilt meines Erachtens die Regel: Je mehr mich etwas innerlich berührt, weil es “nur für mich”, also individuell ist, desto wertvoller kann es für mich sein. Nur wenn mich etwas individuell anspricht, kann es meine eigene Entwicklung voranbringen. Es bringt mir heute dagegen nichts, überall dasselbe zu lesen, dasselbe zu nutzen und immer mit den gleichen Medien zu arbeiten, denn das hält mich im im Status Quo fest. Es hindert mich an jeder weiteren Entwicklung, weil ich aus Wiederholungen keinen Nutzen ziehen kann, sie haben keinen Wert.

Das Internet gibt einem das Gefühl des Zeitvertreibs. Jede Suche in Google hat ein Ergebnis, man findet – Vergangenes -.

Beispiel: Qualitätsjournalismus wird ersetzt durch die Kopien von DPA-Artikeln, weil man sich heute keinen Qualitätsjournalismus mehr leisten will. Doch genau fördert die Reproduzierbarkeit von Nachrichten und genau das ist der Fehler der Verlage.

Also fassen wir zusammen: “Die Einmaligkeit wird im Internet ersetzt durch Wiederholungen”. Internet wird damit zum Fernsehen: Wiederholungen, Wiederholungen, Wiederholungen. Schlimmer noch, wir lassen die Ergebnisse unserer Internetrecherchen, die Websites und Blogeinträge wie Werbespots im Fernsehen an uns vorbeilaufen und konzentrieren uns gar nicht mehr auf den Film, den wir uns eigentlich ansehen wollten. Wenn wir die so gewonnenen Informationen nutzen, stellen wir jede Weiterentwicklung ein, wir verharren dann im Mittelmaß.

Die Folge ist, dass uns neue Nachrichten gar nicht berühren, sie werden schnell zu Reproduktionen, die wir dann wieder unaufmerksam konsumieren, bis wir uns schließlich nur noch mit Wiederholungen identifizieren.

Es ist an der Zeit, einen neuen Umgang mit Informationen zu entwickeln. Auch Reproduktionen können Informationen enthalten, die wir zur Weiterentwicklung unserer eigenen Ideen verwenden können. Wir müssen diese Informationen nur gezielt suchen – nicht konsumieren – und – ganz wichtig – an bereits vorhandene eigene Ideen anknüpfen. Wenn sich unsere Ideen weiterentwickeln, dann entwickeln wir uns auch selbst weiter, authentisch, echt und eben nicht reproduzierbar.

{ via: http://www.ibrahimevsan.de/2009/10/12/einmaligkeit-vs-wiederholungen-von-nach... }

 

3 Oct 2009

Aktuelle Gedanken über Twitter

Die Zahl der Twitterer und erst recht die Anzahl der ausgesandten Nachrichten nimmt immer rasanter zu. Deshalb wird es zunehmend wichtig, als Individuum in dieser Komplexität auffindbar zu bleiben und selbst die Datenflut zu bewältigen. Und auch die Suchmaschinen müssen sich den neuen Anforderungen von Twitter im Massenkommunikationsmarkt stellen. Sie haben bisher noch keine mathematische Formel gefunden, um die Wichtigkeit einer Twittermeldung zu berechnen. Das von ihnen zu durchsuchende Datenuniversum, das sich allein durch Twitter neu bildet, breitet sich mit ungeheurer Geschwindigkeit aus. Jedem Twitternutzer sollte dabei bewusst sein, dass alle seiner Meldungen in allen Suchmaschinen und Services wiedergefunden werden können, allerdings ohne jedes Ordnungskriterium.

 

Ich stelle aber fest, dass sich mit Twitter ein Medium etabliert, das dem Blog in gewisser Weise Konkurrenz macht, denn mit jeder Twitter-Nachricht ist ein kurzer Gedanke in die Welt hinausgesandt, den ich in meinem Blog zu einem Artikel hätte ausbauen können. Dabei entsteht eine Twitter-Nachricht meist spontan, sie kann keine Hintergründe und Fakten liefern, oft bildet sie ein persönliches Erlebnis ab. Beim Bloggen kann ich mich auf andere User oder Blogger beziehen, mich mit ihren Inhalten verlinken und einen Sachverhalt eingehend zur Diskussion stellen. Twittern dagegen hat etwas komprimiert Emotionales oder lässt mich einen kurzen Gedanken, ein Bild, eine Tonsequenz oder ein Video in die digitale Welt werfen; die Antworten kommen oftmals unverzüglich.

 

Ich nutze Twitter sehr gern dazu, meine Gedanken mit anderen zu teilen. Für mich selber kann eine Idee, auf die ich im Netz stoße, sehr wertvoll sein, weil ich jeden kleinen Informationshappen, jede Anregung in meine tägliche Arbeit integrieren kann und so manchmal zu einer unerwarteten Problemlösung komme. Daher möchte ich anderen digital lebenden Menschen ebenso eine Informationsquelle sein, wie sie es für mich sind. So schreibe ich viele Tweets (Nachrichten bei Twitter), die auch mein persönliches Leben, also meine Einstellungen und meine Freuden abbilden. Ob ich auf einer Konferenz aufschlussreiche Beiträge kommentiere, die neuesten für mich interessanten Links verbreite oder auch aus meiner Freizeit berichte, über all diese Themen halte ich meine Follower auf dem Laufenden.

 

 

Tipp:

Es lohnt sich, Erlebnisse, Visionen und Ideen mit anderen zu teilen und deren Feedback zu lesen.

Sag immer die Wahrheit und handle nur in guter Absicht.

Bei einigen Aussagen hilft ein kleines Smiley zum besseren Verständnis.

Schenke nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Anerkennung für gute Beiträge.

Teile mit Deinen Followern Deine Interessen und Hobbys mit.

Man kann über Twitter ausgewählte Personen gezielt informieren.

 

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Es handelt sich hierbei um ein Test bei Posterous.

Ibrahim Evsan's Posterous

Mein Name ist Ibo. Zur Zeit arbeite ich mit meinem Team an: www.fliplife.com - Hier poste ist meine Fundstücke aus dem Netz.

Weitere Informationen:
www.facebook.com/evsan
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